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Laserschutzbeauftragter

Nach §5 der im Juli 2010 erlassenen Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung – OStrV haben Arbeitgeber die Pflicht, falls sie nicht selbst über die erforderlichen Fachkenntnisse verfügen, vor der Aufnahme des Betriebs von Lasern der Klassen 3R, 3B und 4 einen Laserschutzbeauftragten mit Fachkenntnissen schriftlich zu bestellen.

Aktuelle Situation:

Die Fachkenntnisse sind durch die erfolgreiche Teilnahme an einem Lehrgang nachzuweisen und durch regelmäßige Fortbildungen (Die TROS Laserstrahlung präzisiert dies auf mindestens alle 5 Jahre) auf dem aktuellen Stand zu halten (OStrV § 5 Absatz 2).

Die Laserschutzbeauftragten haben folgende Aufgaben:

  • Der Laserschutzbeauftragte unterstützt den Arbeitgeber
    1. bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung nach § 3 OStrV,
    2. bei der Durchführung der notwendigen Schutzmaßnahmen nach § 7 und
    3. bei der Überwachung des sicheren Betriebs von Lasern nach Satz

Zu den Aufgaben des Laserschutzbeauftragten gehören insbesondere:

  • die Mitwirkung bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung,
  • die Mitwirkung bei der Umsetzung der in der Gefährdungsbeurteilung durch den Unternehmer festgelegten Schutzmaßnahmen wie Mitwirkung bei der Unterweisung der Mitarbeiter, Abgrenzen und Kennzeichnen des Laserbereichs, Beschaffung geeigneter persönlicher Schutzausrüstung wie Laserschutzbrillen …
  • die Gewährleistung des sicheren Betriebs durch regelmäßige Kontrolle der Wirksamkeit der getroffenen Schutzmaßnahmen.

Bei ausschließlicher Anwendung der Laserklassen 1 und 2 gemäß DIN EN 60825-1:2008 wird kein Laserschutzbeauftragter benötigt. 

Beim Betrieb von Lasern der Klasse 1M, 2m oder alten Klasse 3A wird gemäß TROS Laserstrahlung Teil 3 je nach Aufgabe ein Laserschutzbeauftragter empfohlen.